Felgenlackierung mit der Sprühdose

Inspiriert durch Manfreds Beitrag auf www.Sternzeit-107.de und www.tobulus.de kam es 2007  zum Selbsttest:

1. Reinigung der Felgen mit Felgenreiniger.

hierbei dürfen auch ausnahmsweise Reiniger mit extrem niedrigen PH-Wert benutzt werden (sauer), da die Felgen ohnehin angeschliffen werden müssen.

Der Einsatz des Dampfstrahler war diesbezüglich nicht ganz so hilfreich wie gedacht. Vielmehr brachte ein Haushaltsschwamm mit schwarzer Scheuerseite den gewünschten Effekt.

 

handesüblicher Topfreiniger

Die behandelten Felgen waren übersät von Bordsteinschnitzern (1-2 mm tief) und alle Felgen waren durchgehenden korrodiert. Von festgefressenem Bremsstaub ganz zu schweigen. Nicht zu entfernende Verschmutzungen wie 20 Jahre alter festgefressener Bremsstaub und Tenside wurden mit einem Drahtbürstenaufsatz für die Bohrmaschine beseitigt.

Hingegen aller Ratschläge von Lackierern und dem obrigen Erfahrungsbericht wurden die Felgen mit Schmirgelpapier der Körnung 40-100 bearbeitet.  Für das Finish reicht ein 100er Körnung vollkommen aus, da der Abrieb sehr hoch ist und das Papier schnell an Substanz und Schleifeigenschaft verliert. Kleinere Kratzer werden im weiteren Schritt mit Grundierung vollkommen überdeckt.

Ingesammt wurde ca 1,5mm Material vom Felgenrand mittels Dreiecksschleifer abgetragen.

Danach wird eine Schablone (z.B. aus einem alten Din A0 Kalender) zurechtgeschnitten und auf die zu lackieren Felgen geklebt. Hierbei kann die Schablone für alle 4 Felgen wiederverwendet werden.

Daraufhin kann mit dem Grundieren begonnen werden.  Verwendet wurde hierbei die Alu-Grundierung von K-Auto.

Nach kurzer Trockenphase wurde der Basislack in Form von Felgensilber aufgetragen und zwar Felgensilber von K-Auto.

Laut Produktbeschreibung versprach es eine hohe Abriebsfestigkeit.

Zuletzt wurden die Felgen noch mit 2K-Klarlack überzogen und trocknen lassen.

Fazit:

Für stark mitgenommene Felgen muss man sehr viel Zeit mitnehmen um alle Macken und Kanten herauszuschleifen. Eine andere Möglichkeit wäre vllt.  Sprühspachtel.

Material und Unkosten betrugen sich auf rund 55€ (3 Dosen Grundierung, 2 Dosen Felgensilber, 1 Dose Klarlack).

Wenn man im Gegenzug anschaut wie die Preise für erstklassige gebrauchte originale Felgen in diveresen Autkionshäusern sind, dann muss man sich eingestehen, dass für verschlissene ital. Tekno-Felgen (wie in diesem Beispiel) der Arbeits- & Zeitaufwand eindeutig zu hoch ist und finanziell die Hälfte des Preises darstellt den man für originale 8 Loch oder mehrloch “Gullideckel” zahlt.

Für  Raritäten wie 15″ Barockfelgen von Fuchs jedoch eine lohnende Initiative.

ähnliche Artikel

Tags: , ,

Kommentar schreiben